Nur noch für Verrückte!? Eine Reise ins „Heilige Land“?

Am See Genezareth in Galiläa (Foto: privat)

Wer hat nicht Sorge und Angst vor der Gewalt, den Gefahren und Ungewissheiten, die im Nahen Osten lauern, besonders auch in Israel und Palästina. Ist das nicht Grund genug, Gedanken an eine Reise ins Heilige Land von vornherein abzuhaken?

Täglich sterben auf deutschen Straßen ca. zwanzig Menschen durch Verkehrsunfälle. Kaum jemand denkt daran, den Straßenverkehr deshalb zu meiden oder gar Autos als lebensgefährlich zu verbieten. Auch in Israel ist die Wahrscheinlichkeit, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, deutlich höher.

Das Leben ist riskant und endet, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen – wie bei Henoch, Elia oder Jesus – mit dem Tod. Das klingt banal und ist nicht zynisch gemeint. Denn ist es – leider – wahr. Manche Gefahren nehmen wir wahr. Viele Risiken werden unverhältnismäßig aufgebauscht. Manche Gefahren nehmen wir sogar bewusst in Kauf. Andere werden schlichtweg verdrängt oder sind irrational. Nicht wenige haben beispielsweise Angst vor dem Fliegen. Obwohl das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist. Die meisten Gefahren und Risiken sind uns überhaupt nicht bewusst. Und es ist bei jedem Menschen anders, je nach Charakter, Veranlagung, Einstellung, Erziehung.

Entscheidend ist, dass wir Gefahren nüchtern und realistisch einschätzen und verantwortlich begegnen. Um beim Verkehr zu bleiben. Man kann sich durchaus noch auf deutschen Autobahnen fortbewegen.

Allerdings würde niemand dort spazieren gehen oder seine Kinder zum Spielen dorthin schicken. Das wäre mehr als unverantwortlich!

Das gilt für alle Lebensbereiche, ganz besonders für Berufsgruppen mit hoher Gefährdung. Waldarbeiter, Bergleute und Rettungskräfte beispielsweise durchlaufen deshalb spezielle Ausbildungen und nehmen Risiken unter besonderen Vorkehrungen auf sich.

Absolute Sicherheit kann niemand garantieren. Doch wie es zu verantworten ist, Auto zu fahren, so kann man nach Israel fahren, noch dazu, wenn man dies im Rahmen einer organisierten Reise tut, die von einer erfahrenen Organisation und zusammen mit umsichtigen, einheimischen, professionellen Guides (Reiseleitern) durchgeführt wird.

Schließlich kommt es auf die Motivation an. Warum soll man überhaupt nach Israel reisen? Der Grund, warum man sich wenigstens einmal im Leben eine Israelreise leisten und mit anderen erleben sollte, ist die Jahrtausende alte, weitreichende und tiefgehende Verbindung dieser Region zur Bibel, dem lebendigen Wort Gottes. Hier liegen wesentliche Wurzeln des jüdischen, christlichen und islamischen Glaubens und eine Wiege der Menschheit. Unsere freiheitlich-demokratische Ordnung mit ihren Grundrechten und der Würde für die Menschen und Gottes Schöpfung, viele für uns wichtige Werte bauen auf der christlich-jüdischen Tradition auf. Nirgendwo ist dies so lebendig wie im Heiligen Land – mit allen Verheißungen und deren Erfüllung für Gottes Volk, auch Widersprüchen, Spannungen und Konfliktpotential! Nur in Galiläa, Samaria und Jerusalem erlebe ich die Landschaften, sehe die Orte und gehe auf den Wegen, die Jesus für mich gegangen ist. Hier hat er gesprochen und geheilt, ist er aus Liebe für das Heil (den Frieden / Schalom) der Welt gestorben und auferstanden.

Über den Dächern der Altstadt von Jerusalem (Foto: privat)

Bericht: Michael Brück und Johannes Gerloff, Jerusalem

 

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