Neues Jahr bringt Zuwachs

Das Jahr 2020 bringt einige Erneuerungen im Evangelischen Dekanat an der Dill mit sich, sagt Dekan Roland Jaeckle und zählt die Veränderungen auf: Es gab im Dekanat einen gemeindlichen Zuwachs und einige Neuordnungen, die seit dem 1. Januar 2020 greifen.

Zu den bestehenden 35 Kirchengemeinden im Evangelischen Dekanat an der Dill ist mit dem 1. Januar 2020 die Kirchengemeinde Simmersbach hinzugekommen. Die Aufnahme der Kirchengemeinde aus dem benachbarten Dekanat Biedenkopf-Gladenbach war seit längerem geplant. „Die Kirchengemeinde Simmersbach hat viele Bezüge zur Dill-Region und das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach hat nun dem Wunsch des Kirchenvorstandes entsprochen“, sagt Roland Jaeckle, „wir freuen uns, denn durch die Zugehörigkeit zur Kommune Eschenburg und die Kooperation im Bereich der Diakoniestation und der Kindergärten gibt es eine langjährige Verbundenheit“.

Neu: 36 Gemeinden zählen zum Dekanat

Die Frühjahrssynode des Evangelischen Dekanats an der Dill hatte Anfang März vergangenen Jahres der Aufnahme der Gemeinde zugestimmt. Zur Kirchengemeinde Simmersbach zählen etwa 800 Gemeindeglieder und eine Evangelische Kindertagesstätte, die in Dekanatsträgerschaft steht. Außerdem gehört die Kirchengemeinde zum Trägerverband der Diakonistation Dietzhölztal-Eschenburg.

Simmerbach wird mit der Nachbar-Kirchengemeinde Hirzenhain kooperieren: Pfarrer Michael Brück und Pfarrer Eberhard Hoppe sind mit je einer halben Stelle für die Gemeinden mitzuständig. Das Pfarrteam wird am Sonntag, 2. Februar 2020 in einem Gottesdienst in der Evangelischen Katharinenkirche Simmersbach um 18 Uhr von Dekan Roland Jaeckle offiziell eingeführt.

Apropos, Kindertagesstätten: „Die gemeindeübergreifende Trägerschaft unserer Kindertagesstätten läuft sehr gut“, sagt der Dekan, „das war ja schon ein Wagnis, auf einmal für 14 kirchliche Einrichtungen verantwortlich zu sein. Das erste Jahr in diesem Arbeitsbereich ist sehr erfolgreich verlaufen. Ab Januar kommt mit Weidelbach eine weitere KiTa hinzu“.

Neue stabile pfarramtliche Verbindungen

Zu den weiteren Veränderungen im Dekanat an der Dill zählen die neuen pfarramtlichen Verbindungen, die zum 1. Januar 2020 gelten: Neben Hirzenhain und Simmersbach gehen auch die Kirchengemeinden Dillenburg und Donsbach eine pfarramtliche Verbindung ein, ebenso geht Eibach mit Oberscheld zusammen und Nanzenbach teilt sich mit Niederscheld eine Pfarrstelle. „Die Neuordnung der Gemeinden ist aufgrund der rückläufigen Gemeindegliederzahlen und der zu erwartenden demografischen Entwicklung nötig geworden“, sagt Dekan Roland Jaeckle und ergänzt: „Mit dieser Neuregelung sind zwei neue stabile Pfarrstellen entstanden, die zugleich gute Möglichkeiten haben miteinander zu kooperieren“.

Auch in anderen Bereichen ist das Thema Kooperation von Kirchengemeinden sehr aktuell: Zum Jahreswechsel haben sich gemeinsame Gemeindebüros in Herborn (für die Kirchengemeinden Ambachtal, Herbornseelbach und Herborn) sowie in Eschenburg-Eiershausen (für die Kirchengemeinden Eiershausen, Hirzenhain, Simmersbach und Wissenbach) gebildet. Das gemeinsame Gemeindebüro in Mittenaar-Offenbach besteht schon seit Mai 2017. Ein viertes gemeinsames Gemeindebüro ist in Niederscheld in Planung, sagt Dekan Roland Jaeckle: „Es soll für Eibach, Nanzenbach, Niederscheld und Oberscheld zuständig sein“.

Der Dekan sieht diese Entwicklung durchaus positiv: „Durch die Zusammenlegung der Büros gibt es eine bessere Erreichbarkeit und längere Öffnungszeiten für unsere Gemeindeglieder“, sagt Dekan Roland Jaeckle, „und die Mitarbeitenden können sich gegenseitig unterstützen und vertreten“.

Personalsituation: Mehr Vakanzen absehbar

Sorgen bereitet dem Dekan die Besetzung der Pfarrstellen. Roland Jaeckle: „Schon jetzt sind mehrere unserer Pfarrstellen vakant. Weitere Vakanzen in diesem Jahr sind durch Ruhestandsversetzungen in Dillenburg und Breitscheid absehbar. Zumeist gibt es kaum Bewerbungen auf die Pfarrstellen, so dass wir längere Vakanzzeiten überbrücken müssen, bis die Stellen von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin im Probedienst übernommen werden“. Auch im gemeindepädagogischen Arbeitsfeld oder bei der Kirchenmusik ist die Bewerbungssituation schwieriger geworden. „Da braucht es neben der Werbung viel Geduld, aber auch Gebet, damit geeignete Personen gefunden werden, die gerne in diesen Stellen arbeiten“, sagt Roland Jaeckle.

Unser Foto: Dekan Roland Jaeckle sieht das Evangelische Dekanat an der Dill gut aufgestellt im vierten Jahr nach dem Zusammengehen der ehemaligen Dekanate Dillenburg und Herborn.
FOTO: Holger Jörn Becker-von Wolff

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