Dekan Roland Jaeckle hört früher auf

Dekan Roland Jaeckle hört früher auf

Die Mitglieder werden weniger, Kirche muss neu denken: Das evangelische Dekanat an der Dill beschäftigt sich unter anderem mit der Bildung von Nachbarschaftsräumen.

HAIGER-FELLERDILLN – Die Herbstsynode des evangelischen Dekanats an der Dill hat im Dorfgemeinschaftshaus Fellerdilln getagt. Dabei hat Dekan Roland Jaeckle einen personellen Wechsel an der Spitze angekündigt.

Kontrovers, aber konstruktiv und sachlich hätten die 60 Vertreter aus den 36 Kirchengemeinden links und rechts der Dill über anstehende Veränderungen von Kirche und Gemeinden diskutiert, heißt es vom Dekanat an der Dill.

Jaeckle habe über der Stand der Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden im Dekanat informiert. Das kirchliche Regionalgesetz regele, dass alle Kirchengemeinden sich zu Nachbarschaftsräumen zusammenschließen müssen, um auf diese Weise die gravierenden Änderungen durch sinkende Mitgliederzahlen und daraus folgenden Stellenabbau zu bewältigen.

Jaeckle erläuterte, das Regionalgesetz sehe unterschiedliche Formen von Nachbarschaftsräumen, die Bildung gemeinsamer Pfarrbüros und eine neue Gebäudenutzung vor. Möglich sind ein Zusammenschluss zu einer Kirchengemeinde, die Bildung einer Gesamtkirchengemeinde oder die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft.

Der Dekanatssynodalvorstand (DSV) möchte mit den Kirchengemeinden den Regionalplan mit der Abgrenzung der Nachbarschaftsräume bis zur Frühjahrssynode am 25. März 2023 erstellen. Derzeit zeichneten sich neun Nachbarschaftsräume ab, hieß es.

Unter den neuen Nachbarschafträumen gebe es auch Regionen, die die nötige Anzahl an Gemeindegliedern nicht erreichen werden und somit auch nicht auf drei volle Stellen für die Verkündigungsteams kommen werden, sagte Jaeckle. Allerdings möchte der DSV die Gemeinden nicht in größere Nachbarschaftsräume drängen, wenn sie schon Kooperationsprozesse begonnen haben.

Wichtig sei, dass die Gemeinden diese schwierigen Prozesse mit Motivation und Energie betrieben.
Auch wenn der Nachbarschaftsraum zu klein sei, sollen die Bestrebungen der Gemeinden für ein gutes Miteinander nicht durch äußeren Druck demotiviert werden, sagte der Dekan: “Manchmal ist es hilfreich, zwei kleinere Schritte zu gehen als einen großen”.

Wahlen im März: Dekan tritt früher ab als geplant
Präses Wolfgang Wörner informierte, dass die Frühjahrssynode am 25. März auch die Wahl des Dekans beinhalte. Dekan Roland Jaeckle will aus Gesundheitsgründen sein Amt vorzeitig zum 31. Juli 2023 abgeben.
Ein überarbeiteter Antrag der evangelischen Kirchengemeinde Eibelshausen zur Öffnung des Pfarrberufes für Absolventen anderer theologischer Ausbildungsstätten wurde mehrheitlich als Antrag an die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verabschiedet.
Hartmut Heuser vom Tansania-Arbeitskreis berichtete von der Reise in das afrikanische Land im Herbst. Über die Herausforderungen in Krisenzeiten sprachen Pfarrer Jörg Moxter, Leiter der evangelischen Beratungsstelle Herborn, Karl Müßener, der Leiter des Diakonischen Werks an der Dill, und Uwe Seibert, Referent für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat.
Pfarrer Martin Slenczka berichtete aus der Arbeit des Zukunftsausschusses. Dieser habe als erste Ideen unter anderem Kurse, spirituelle Angebote und zielgruppenorientierte Arbeit gesammelt. Im Arbeitskreis kam die Idee auf, einen Dekanatskirchentag 2024 oder 2025 zu organisieren.
Quelle: Mittelhessen.de
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